2007 / 2008
 
Fünf Zellen
Fünf Monologe junger Frauen
von Philippe Minyana
In kurzen Geschichten, Erinnerungen und behutsamen Gesten lassen fünf Schauspielerinnen die Katastrophen im Leben ihrer Figuren anklingen. Leise und präzise arbeiten sie sich an die Themen ihres jungen Lebens heran. Dann reden sie einfach drauflos. Sprechen sich ihren Frust von der Seele, den großen, den kleinen. Wie viel kann ein Mensch ertragen? Wie viele Demütigungen hält er aus? Und was ist, wenn man an den Kleinigkeiten des Daseins schier verzweifeln muss? Die Produktion ist als Beitrag des AktionsTheatersKassel zu der documenta-12-Leitfrage “Was ist das bloße Leben?³ entstanden. Theater im risikoreichen öffentlichen Raum. Im vergangenen Jahr gespielt im Kulturbahnhof Kassel und in offenen Raumsituationen eines Kinopalastes. Es lässt die Grenze zwischen Kunst und Leben besonders fragil erscheinen.

Mit: Eva Balkenhol, Julia Bonn,
Katerina Fierley, Nina Schlegelmilch,
Nina Rühlman
 
Konzeption und Regie: Werner Zülch
Ab 16 Jahren. Dauer: etwa 1 3/4 Std.
 
 
 
 
 
 
 
 
Mai 2008
 
... im Rahmenprogramm zur Ausstellung "König Lustik?" der Museumslandschaft Hessen Kassel
„Bon Jour Madame (und Monsieur)“
im Ballhaus - neben dem Schloss Wilhelmshöhe
Am 23.2.1809 wurde Katharina von Württemberg, Gattin König Jérômes, sechsundzwanzig Jahre. Der König schenkte ihr ein dreitägiges Fest mit einem großen Ball und Feuerwerk. Das AktionsTheater Kassel spürt den Situationen der Vorbereitung, der Freude, der Begegnung nach. Katharina liebte Schuhe, von denen sie über Hunderte besaß, über Alles und bestellte Kleider natürlich in Paris. Sie suchte die Bewegung beim Reiten und Tanzen und sie galt - wie ihr Mann - als vorbildliche Tänzerin. Was für ein schönes Geburtstags-Geschenk ! Mit Bewegung, Tanz, Musik, Video und visuellen Versatzstücken entsteht eine künstlerisch-assoziative Interpretation im Ballhaus.
Konzept/Realisation: Werner Zülch

Mit: Eva Balkenhol, Katerina Fierley, Tanja Niemieczek, Nina Schlegelmilch, Janosch Lenhart u.a.
In Kooperation mit "BallhausNo.1", Kassel
Kostüm: Helga Zülch
Autorin: Bettina Damaris Lange
Mit Förderung durch die Museumslandschaft Hessen Kassel, den Hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst, die Dr.Wolfgang Zippel-Stiftung, die Axel-Bergmann-Stiftung.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
JANDL FÜR KIDS
Das AktionsTheaterKassel hatte am 17. September 2004 Premiere mit seiner Produktion "lechts und rinks" - gespielte Gedichte von Ernst Jandl, der am 1. August 2004 achtzig Jahre geworden wäre.
Mit dieser Produktion möchte das AktionsTheaterKassel umfangreich auf Schulen zugehen und ein Pilotprojekt verwirklichen, das im Kontext der "Marburger Initiative Theater & Schule" steht, die im März 2004 die hessischen Mitglieder der "Länderarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendtheater" aufgerufen hat, Ideen und Umsetzungen zur intensiveren Begegnung der Theater mit Schulen zu verwirklichen und zu dokumentieren.
lechts und rinks
Gespielte Gedichte von Ernst Jandl.
Inszenierung: Helga Zülch; Musik: Weghoff/Pyras; Bühne/Kostüm: Helga Zülch
Schauspielerinnen: Stephanie Hecht, Bettina Helmrich, Veronica King Zielgruppe: Menschen ab 10 Jahren Spieldauer: 55 Minuten

Die Produktion ist eine theatrale Umsetzung von (Jandl)-Gedichten. Als Anregung zur ästhetischen Arbeit, in der Kinder zu "Wortsammlern" werden, kreativ Schreiben, eigene Wortschöpfungen und kleine Gedichte erfinden, in Sprache und Aktion umsetzen.
spielerische Workshops zu Jandl-Gedichten
Das AktionsTheaterKassel möchte nicht nur Aufführen und ein anschließendes Gespräch anbieten, sondern den rezeptiven Charakter durch Workshops aufheben. Klang und Rhythmus, Kostüme und Objekte, Bewegung, Raum, visuelle Elemente (z.B. Malen, Plakatgedichte...) führen zu einer sinnlichen Annäherung an Worte und Gedichte.

Als Abschluss der Workshops finden Präsentationen statt.
Die langjährige Erfahrung des AktionsTheatersKassel im Spektrum "zwischen bildender und darstellender Kunst" kommt ihm hier zugute.

 
zwei Tage mit jandl:
Kolloquium und Workshop Hörsaal der Kunsthochschule Kassel 7./ 8. Oktober 2005


AktionsTheaterKassel in Zusammenarbeit mit der Stiftung Brückner-Kühner
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ICH GELB DIR WAS! ...ein Projekt, ein Festival, eine Kinderkultur-Veranstaltung. Für Kinder und Erwachsene.


ICH GELB DIR WAS! ...eine Idee von Werner Zülch (AktionsTheater Kassel).

Das gelbe, fünfeckige Zeltdach und das spezielle Kindercafe gehören immer dazu. Das inhaltliche Interesse unserer Theaterarbeit zwischen Darstellender und Bildender Kunst bestimmt die unterschiedlichen Konzeptionen:


ICH GELB DIR WAS! (1), 1990, in Kassel, Marburg, Fulda:
Kinder-, Figuren-, Objekttheater


ICH GELB DIR WAS! (2), 1992 in Kassel (Rahmenprogramm zur Documenta 9): Internationales Theater zwischen den Disziplinen - Objekttheater, Kindertheater, Aktionen, Tanz


ICH GELB DIR WAS! (3), 1996 in Frankturt als Kooperationsprojekt mit der Universität Frankfurt: Kindertheater, Objekttheater, KünstlerInnen im Park, Installationen


ICH GELB DIR WAS! (4), 1997 in der Karlsaue Kassel (Rahmenprogramm zur Documenta 10): Kindertheater, Materialwerkstätten
ICH GELB DIR WAS! (5), 10.-18. August 2002, im Rahmenprogramm zur Dokumenta 11,in Kooperation mit der Stadthalle Kassel
 
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Premiere: 11. November 2007
im Documenta-Rahmenprogramm der Stadt Kassel
Als wir über die Terrasse schwammen.
Drei Tänze
Ein Theaterstück von Claudia Gabler

Uraufführung
Drei Dialoge von drei Frauen, die um Identität ringen. Sie kramen in ihren diffusen Lebenserinnerungen, peppen sie mit wilden Anekdoten und selbstbewußten Lebensweisheiten auf und phantasieren sich so zu Menschen mit echten Geschichten, Leidenschaften oder Verlusten – wobei ihnen kein zeitgenössischer Glücks- und Trauermythos zu simpel ist. Doch die Redeströme der Frauen verlieren sich immer wieder in absurden Details und harmlosen Alltagsplaudereien und plötzlich liegen das Pathos von Vergangenheitsumdeutung und Sehnsucht nach Gefühl und das Komische des banalen Alltags der Frauen ganz dicht beisammen.

Der Schnitt der sechs Monologe zu Dialogen folgt einem scheinbar willkürlichen Muster. Die so entstehenden Assoziationsketten sind mal plausibel, mal nicht, mal zynisch, mal komisch. Oft sind sie auch einfach nur schön – wie nur das beliebige Sprechen und die angeschlagene Kommunikation schön sein können.
Kommunikation über Sprache ist bei Claudia Gabler immer verstörend und hinter all dem Geplapper verbirgt sich freilich eine große Einsamkeit der Figuren. Wenn in diesem Stück sprachliche Irritation und die Instrumentalisierung von Erinnerung aufeinandertreffen, entstehen ambivalente Versuchsanordungen, die in einer sehr lyrischen Sprache von der Traurigkeit des Seins und Alleinseins erzählen.
Regie /Konzeption: Helga Zülch

Mit: Karin Bille, Stephanie Hecht, Nina Rühlmann
 
Mit freundlicher Unterstützung durch den „Waschsalon Weserstraße“
Juni bis August 2007
 
Theater auf Plätzen
"transfer"
Als der standardisierte, 8 x 20 Fuß große, Container vor fünfzig Jahren in das internationale Transportsystem eingeführt wurde, um Stückgut weltweit schneller und effizienter zu transportieren, dachte noch niemand daran, welch weltumspannendes Prinzip daraus werden sollte.
"Der Container ist nicht nur Transportmittel für Güter, sondern auch Norm der Modernisierung, Provisorium für Temporäres und Rückzugsort für Heimwehkranke" (Konrad Köster)
Das AktionsTheaterKassel wird im Sommer 2007 einen solchen mobilen Container im inneren Zentrum Kassels bespielen. Die künstlerischen Umsetzungen bewegen sich zwischen performativer Bespielung, theatralischen Szenen, Produktion von Objekten. Entwicklung zeit- und raumbedingter Installationen, die mit Textfragmenten, Geräuschen und Tönen zusammenfließen.
Konzeption und Regie: Helga Zülch
An verschiedenen zentralen Orten und Plätzen in Kassel.
12 Aufführungen, Juni bis August 2007
im Documenta-Rahmenprogramm der Stadt Kassel
 
 
 
16./17. September 2005
Ein Meter im Quadrat
Vier Podeste - vier Plätze


Aktionen, Gesangseinlagen, Dialoge und Monologe, Musik, Tanzmomente, sportliche Eskapaden, Erzählungen und Geschichten - kurz: "specials" werden gesucht. Talente der Stadt stellen sich vor !
Ob Amateure, Semiprofessionelle, Professionelle - ob Jugendliche, Kinder, Erwachsene - alle sind aufgerufen sich zu melden. Zur Bespielung von vier Plätzen in der Kasseler Innenstadt, für die das AktionsTheaterKassel die Idee hatte. "Ein Meter im Quadrat" sind die Aktions-Podeste groß. Bewusste Minimalität und Irritation. Innenstadt einmal anders.
...in Schutt und Asche!
Lese - Aktion anlässlich der Zerstörung Kassels vor sechzig Jahren. AktionsTheaterKassel - und Gäste.
Im Rahmen seines Projektes: DIE (UN)SICHTBARE STADT

Samstag, 3.12.2005, 18-19 Uhr
Parkplatz, Friedrichstr. 27 / neben dem alten Hugenottenhaus

Freitag, 9.12.2005, 18-19 Uhr
Untere Karlsstr. / Platz vor dem Kulturhaus DOCK 4

Donnerstag, 15.12.2005, 18-19 Uhr
Drahtbrücke / Fulda
Vor sechzig Jahren ist die Stadt Kassel erheblich zerstört worden !
Auch unser Proben- und Arbeitsdomizil in dem alten Hugenottenhaus in der Friedrichstrasse 25 (neben dem Hotel Mercure) ist umgeben von einem der wenigen verbliebenen Trümmergrundstücke Kassels. Hier ist u.a. auch der Anlass für unsere Lese-Aktion "... in Schutt und Asche!" zu sehen. Auf dem Parkplatz neben dem Hugenottenhaus beginnt unsere Aktion am Samstag, 3.12., 18-19 Uhr. Zwei weitere "Lesungen" schliessen sich an anderen Orten - die uns für dieses Projekt geeignet erschienen - an. An 15 installierten Stehlampen lesen 15 AkteurInnen aus Texten, die sich auf die Kriegszeit, Zerstörung und Wohnungslosigkeit der Menschen beziehen.
 
Mit freundlicher Förderung durch das Kulturamt der Stadt Kassel und den Hessischen Minister für Wissenschaft und Kunst
 
 
DIE (UN)SICHTBARE STADT - ein Projekt des AktionsTheatersKassel. Projektkonzeption: Zülch
 
SCHICHTWECHSEL
Freitag, 29. Oktober 2004, 15 Uhr - Schichtwechsel - Baustelle "Neue Fahrt" - Straßenbauarbeiten wechselten mit Aktionsarbeiten - bis 20 Uhr - Schilder - Kies und Sand - Container - Fleischerei Fernau - Schubkarren - Steine - . . . - Durchfahrt verboten ! - hier entwickelte sich ein künstlerischer Beitrag zur Innenstadt-Belebung.
 
 
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